Lernen verstehen.
Pädagogisches Handeln begründen.
Meine fachliche Arbeit setzt dort an, wo aus einer Beobachtung eine Erklärung und daraus eine Entscheidung über einen lernenden Menschen wird. Ich mache diesen Schritt sichtbar und zeige, wie er geprüft werden kann.
Aus dieser Auseinandersetzung entstehen Beiträge, Materialien und Fortbildungen, die Erwachsene dabei unterstützen, Lernverhalten genauer wahrzunehmen und ihr pädagogisches Handeln zu reflektieren.
Eine Frage, die sich weiterentwickelt hat
Im Oktober 2017 habe ich das White Paper „Lernen 4.0 – mehr als Laptop und Wifi im Klassenzimmer“ verfasst. Darin fragte ich, was Lernen in einer sich verändernden Welt braucht. Technische Ausstattung war für mich nur ein Teil der Antwort. Ebenso wichtig waren Reflexion, Problemlösen, Entscheidungsfähigkeit, Kommunikation und Kreativität.
Diese frühe Auseinandersetzung war ein Ausgangspunkt meiner fachlichen Entwicklung. POTENTIALO® in seiner heutigen Form ist später daraus und aus meiner Arbeit in der Lernberatung gewachsen.
Heute frage ich genauer: Was ermöglicht oder erschwert Lernen in einer konkreten Situation? Was nehmen Erwachsene wahr, und welche Deutung geben sie dem Verhalten eines Kindes oder eines lernenden Menschen?
Beziehung, Sprache, emotionale Sicherheit, Lernprozesse und professionelle Urteilsbildung betrachte ich dabei im Zusammenhang.
Das Leitprinzip beschreibt eine Reihenfolge des Nachdenkens und Handelns. Es ersetzt keine sorgfältige fachliche Prüfung des Einzelfalls.
Wissen so aufbereiten, dass es im Alltag nutzbar wird
Ich verbinde Beobachtungen und Erfahrungen aus der Lernberatung mit fachlichem Wissen. Daraus entstehen verständliche Texte, Lernmaterialien, Kurse und Fortbildungen. Sie sollen helfen, Lernverhalten differenzierter zu betrachten und das eigene pädagogische Handeln zu überprüfen.
Mein Ziel ist, dass fachliche Erkenntnisse nicht im Fachdiskurs verbleiben, sondern möglichst unmittelbar in der pädagogischen Praxis wirksam werden und damit die Kinder und Jugendlichen erreichen, für die sie entwickelt wurden.
Wissenszentrum
Im dauerhaft kostenfreien POTENTIALO®-Wissenszentrum veröffentliche ich Beiträge zu Lernen, Sprache, Rechnen, Beziehung und Lernbegleitung.
Materialien und Praxisformate
Wissenskarten, Reflexionsmaterialien und Kursformate machen fachliche Fragen für Lernende und begleitende Erwachsene bearbeitbar.
Fortbildungen
Mehrere meiner Online-Fortbildungen sind in Hessen akkreditiert. Sie behandeln unter anderem Lernprozesse, Sprache, emotionale Sicherheit und fachliche Fragen der Lernbegleitung.
In Entwicklung
Weitere kompakte Themenkurse und vertiefende Praxisformate erarbeite ich derzeit. Sie sind von den bereits veröffentlichten Angeboten zu unterscheiden.
Veröffentlichungen
Die Texte zeigen, wie sich meine Fragen von den Bedingungen des Lernens hin zur professionellen Wahrnehmung und Urteilsbildung entwickelt haben.
Lernen 4.0 – mehr als Laptop und Wifi im Klassenzimmer
White Paper, Oktober 2017 · Originaldokument (DOCX)
Wenn schnelles Erkennen nicht reicht
Urteilsbildung und Diagnostik als lehrbare Kompetenz in der Lehrerfortbildung · peDOCS
Die Sprache des Urteilens
Wie Wörter Lernwege prägen – Sprachliche Urteilsbildung als Kompetenz in der Lehrerausbildung · peDOCS
Der Blick, der stärkt
Ressourcenorientierung als Grundhaltung in der Arbeit mit Kindern, Lehrkräften und Eltern · peDOCS
Der übersehene Korridor
Fachdidaktische Tiefe als Voraussetzung professioneller Urteilsbildung bei Dyskalkulie und Lese-Rechtschreib-Schwäche · peDOCS
Weitere öffentliche Bezüge
Bei Co:Lab habe ich in der Arbeitsgruppe Bildung & Lernen mitgewirkt. Mit Fragen der Bildung im digitalen Wandel befasst sich der dort veröffentlichte Beitrag „KI in der (kommunalen) Bildung – eine aktuelle Einschätzung“. Das klicksafe-Material „KI and me“ führt meinen Beitrag „Kreatives Lernen fördern: Die Bedeutung von Kreativität im Lernprozess“ im Literaturverzeichnis auf.
Zwischen Beobachtung und Handlung liegt eine Entscheidung
Eine Beobachtung erklärt sich nicht von selbst. Erst wenn ich mögliche Bedingungen prüfe und meine eigene Deutung hinterfrage, kann ich entscheiden, welche Unterstützung in der Situation angemessen ist.
Der Denkweg macht sichtbar, wie ich fachliche Fragen ordne. Er beschreibt weder ein abgeschlossenes Schulentwicklungsprogramm noch einen Wirksamkeitsnachweis.
Genaues Wahrnehmen ist der Anfang guten pädagogischen Handelns. Es gibt uns die Möglichkeit, die eigene Deutung zu prüfen und Entscheidungen am tatsächlichen Lernbedarf auszurichten.